Finanzielle Leistungen

Jeder Beschäftigte schließt entweder selbst oder mit seinem gesetzlichen Betreuer zu Beginn seiner Tätigkeit mit der Naab-Werkstätten GmbH einen Werkstattvertrag ab. In diesem werden u.a. Leistungen der Naab-Werkstätten GmbH, Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und die Sozialversicherungen (Renten-, Kranken-, und Pflegeversicherung) geregelt.

Lohnzusammensetzung

Im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich erhalten die Teilnehmer an der Maßnahme finanzielle Leistungen vom zuständigen Kostenträger (z.B. Ausbildungsgeld, Übergangsgeld). Im Arbeitsbereich erhalten die Beschäftigten ein monatliches Entgelt, das nach den gesetzlichen Bestimmungen leistungsgerecht ermittelt wird. Grundlage für die Errechnung der Löhne bildet das Arbeitsergebnis, das die Werkstätte mit ihren Leistungen für Industrie und Gewerbe erwirtschaftet. Dabei gilt ein Mindestlohn von 75,- € (Stand 01/2015).

Sonstige Leistungen

Die Beschäftigten bzw. deren Eltern haben teilweise auch Ansprüche auf staatliche Leistungen wie z.B.

  • Kindergeld (Familienkasse bei der Agentur für Arbeit)
  • Pflegegeld oder Leistungen nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz (Pflegekasse bei der Krankenkasse)
  • Grundsicherung (zuständige Gemeinde oder Landratsamt)
  • Erwerbsminderungsrente (Rentenversicherungsträger)

Sozialversicherung

Jeder Beschäftigte wird ab dem Aufnahmetag kranken-, pflege- und rentenversichert. Die Beiträge für die Rentenversicherung werden nicht aus dem tatsächlich erzielten Einkommen, sondern aus einem höheren Fiktivbetrag errechnet. Jeder Beschäftigte erwirbt sich damit einen Rentenanspruch.

Rente

Menschen mit Behinderung, die bereits vor ihrem Eintritt in die Werkstätte erwerbsunfähig waren und dies weiterhin sind, erhalten nach zwanzig Jahren Beschäftigung in der Werkstätte zusätzlich zum Arbeitsentgelt eine Erwerbsminderungsrente.